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"Dieser Dichter Dreppec darf die Dichtkunst durchaus drangsalieren,
durch das Dickicht der diffusen Daten, der diffrenzierten Dialoge die Deutungen dressieren. Doch die dilletantischen Dussel denken deprimiert: 'Das dubiose Ding dieser D-Dichterei, das desillusioniert'.
Doch dieser Dreppec drechselt dermaßen diabolisch, derart demonstrativ distinguiert die doppelbödigen Diskurse dramatisch druckvoll, dass die Dumpfbacken dumm dreinschauen, doch daraufhin dann dröhnend deklamieren: Danke, Dreppec!"
(Volker Rebell / HR3 über Alex Dreppec)
Dichter Dreppec, dessen ...
... Druckwerke derzeit druckvoll daherkommen, meldet Neuigkeiten.
Da wäre beispielsweise die Aufnahme zweier Gedichte in den "Großen Conrady" (Neuauflage 2008), wahrscheinlich DIE Standardanthologie deutschsprachiger Gedichte überhaupt, außerdem die Aufnahme in den neuen "Kleinen Conrady" und den "Hörconrady".
Die zweite Auflage der aktuellen CD "Metakekse" ist erhältlich, der vorübergehende Engpass konnte also behoben werden.
Die Presse hat die CD sehr freundlich aufgenommen:"... man hat den Eindruck, dass Dreppec noch witziger geworden ist. Immer wieder verblüfft er mit unerwarteten Wendungen und halsbrecherischen Wortkombinationen... Mit diesem Album wird selbst der längste Stau zum Vergnügen" (Darmstädter Echo, 7. 4. 2006) oder
"köstlich unanständig" (Spektrum der Wissenschaften, 7/2007) heißt es da zum Beispiel.
Auch an der zweiten Staffel der WDR Poetry Slam - Fernsehserie
nahm Dreppec teil.
Die Serie mit zahlreichen Veröffentlichungen - zunehmend auch in Schulbüchern - reißt nicht ab. Auch haben die Kabarettisten seine Texte entdeckt, was sich bereits in Programmen von Sabine Fischmann, Jo van Nelsen und Martin Lüker niederschlägt.
Nach dem GEWINN DES WILHELM-BUSCH-PREISES (1. Platz) 2004 geht es also weiter.
Ans Herz gelegt sei jedem weiterhin
das Slam-Poetry-Alphabet „Die Doppelmoral des
Devoten Despoten“ - erschienen bei der legendären Eremiten-Presse , bei der viele der bekanntesten
Dichterlinge Werke Bände verlegten (u.v.a. Ernst Jandl, Friederike Mayröcker,
Gabriele Wohmann aber auch Walter Jens oder Theodor W. Adorno u.v.m.) und nach
deren Gründer V.O. Stomps ein Preis bei der Mainzer Minipressenmesse benannt ist.
Bestellen kann man das mit schönen Grafiken von Sonja Burri versehene Buch
in jedem Buchladen (ISBN 3-87365-333-8), auf anderen, konventionellen Wegen (Nichts
gegen Amazon, aber wir empfehlen: support your local Buchhändler) oder unter EremitenPresse@aol.com.
Die Liste der Verlage, in deren Anthologien (oder CDs) Dreppec Fingerabdrücke
hinterließ, ist mittlerweile umfangreich – dabei u.a. DTV, Reclam Leipzig, Hoffmann
und Campe, S Fischer, Rotbuch und andere. 2004 erschien beispielsweise eine von
Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer herausgegebene “großen Anthologie” der
deutschsprachigen humoristischen Lyrik aus vier Jahrhunderten im S. Fischer-Verlag
(Arbeitstitel “Hell und schnell”) – mit drei Texten des Dreppec und mittlerweile
40 000 Auflage.
Weitere Arbeiten als Herausgeber und CD-Produzent im Team stehen an
(wie bisher u.a. im Rahmen des
Slam2003).
Erschienen sind bereits mehrere Dichterschlacht-CDs sowie die
Anthologie zum Slam2003: "Dichterschlacht – schwarz auf weiß",
alles im Ariel-Verlag.
„Die Doppelmoral des Devoten Despoten“ ist auch ein Slam- und Leseprogramm
variabler Länge, für das man Alex Dreppec buchen kann. All das Genannte und mehr
bringt er dann mit sich im Gepäck. Buchen / anfragen unter alex@dreppec.de
Alex Dreppec oder
Der Dichter, dessen Dichtkunst dampfend detonierte
Abt August, achtzigjährig, absorbierte //
Allabendlich allerlei Alkoholisiertes // ... //
Ausschlaggebend am Abendmahl: //
Alkoholmißbrauch als Alarmsignal. // ... //
Bezaubernde blauäugige Blicke brechen Bahn, //
Bienen bewohnen Bauch, brauche bald Baldrian // ... //
Bist bestenfalls bedenkenlos //
Bedeckender Bekleidung bloß //
Soweit einzelne Zeilen aus den Gedichten "Abt auf Abwegen" und "Bienenkönigin".
Macht DER das wirklich mit dem gesamten Alphabet?
Ja, Alex Dreppeç "macht das" – vom „Abt auf Abwegen“ über „den devoten Despoten“,
„Fettabsauge-Facharzts Fieberfantasien“, „Robespierres Rübe“ bis zu „Zicken, Zecken,
Zauberei“ - lückenlos von A bis Z.
Als ich ihn letztes Jahr zum ersten Mal auf der Bühne sah, war ich verblüfft.
Daß man eine ganze Geschichte in Worte mit nur einem Anfangsbuchstaben packen
konnte mochte ich ja noch glauben - daß es Alex gelingt, in seine Werke noch viel
(Hinter-) Sinn zu packen, machte mich vom ersten Augenblick zum Dreppeç-Fan. Wir
fangen an zu stottern, sprechen selbst strabreimig, seht, so steigert sich’s!
Und – ist der wirklich so drauf? SMS-Konversationen bringen es ans Licht: Als
er wegen eines Engagements in Aachen zu einem Termin nicht kann, an dem ursprünglich
die von ihm (co-) moderierte Darmstädter Dichterschlacht stattfinden soll, schickt
Organisator Oli Gaussmann ihm eine SMS: „Aachen absagen! Ansonsten alles am Arsch!“.
Dreppeç antwortet: „Konventionalstrafe kassieren? Keinesfalls komische Konsequenz!
Kannste knicken!“. Auf Anfrage „Alles authentisch-autobiografisch, Alex?“ antwortet
Alex: „Ach, alberne Andeutung, Aberglaube! Absolut alles ausschließlich ausgedacht“.
Dann kommt noch nach: „Allerdings: alles ausplaudern? Ausgeschlossen“. Auf die
Frage „Dichtest Du dienstags diamantene Dichtwerke, donnerstags debile Dummheiten?
Details, Dreppeç!“ dementiert der Dichter drohend: „Deprimierend demente Denke,
Du druffer Dramatiker! Dresche?“.
Später ergänzt er, offensichtlich gerade bei der Arbeit: „Damned! Diesen Donnerstag
dauernd Druckfehler“.
Vieldeutig.
Ich bin der Ansicht, daß spätestens bei „Stefanies Sachertorte“ auch die Wahrheit
über den promovierten Psychologen – bzw. in seiner Diktion Dachdecker - herauskommt
(„Solch selten saftige Sacherspeise - // Sei sachte, schneide sie scheibchenweise“).
Doch mit den "Menschlichen Leidenschaften in Wörtern mit nur einem Anfangsbuchstaben"
erschöpft sich das Schaffen des Darmstädters nicht. Auch in seinen vielfach abgedruckten
"mehrbuchstabigen" Gedichten legt er los, ebenso wie in seinen wieder „slammigeren“
Kurzgeschichten, gleich ob er darin empfiehlt, Selbstmordkandidaten als Stuntmen
zu vermieten oder treffend die Gentechnik auf’s Korn nimmt.
Alleine seine Sprache, sein Spiel mit der deutschen Sprache ist Weg und Eintritt
mehr als wert. Er ist unverwechselbar und wird es bleiben. Als Alex mich bat,
das Vorwort für diese Seite zu verfassen, kapitulierte er damit zum ersten Mal
vor einem Thema - sprich sich selbst. Ich kann Ihnen versichern, daß dem durchaus
diensttauglichen Dichter so etwas sonst eher selten geschieht.
Viel Spaß beim Lesen (und beim Hören) und nicht vergessen: Kaisers künftiger
Kunde kriegt Karies.
Andriz, am 4. August 2002
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